Motorboot: Anlegen vorwärts im stillen Gewässer in einem 90-Grad-Winkel zur Anlegestelle

Manöver – Ausführung:

Vorbereitung:
Fender und Tauwerk ausbringen (wenn nicht schon geschehen – wie beim Fahrschulschiff).

Du fährst den Punkt, je nach Schiff, wo das Heck bzw. der Aus- / Einsteigebereich hinkommen soll, im 90-Grad-Winkel zur Anlegestelle an. Beachte, dass Deine anfahr Geschwindigkeit, nicht zu hoch ist, auch bei diesem Manöver gilt – lieber etwas langsamer.

Bei einem Abstand von ca. 1 bis 1.5 Schiffslängen (je nach Schiff („siehe Fotos unten“) mit dem Steuer nach steuerbord bzw. backbord hart einschlagen. Wenn Dein Schiff einen Winkel von ca. 45-Grad zur Mole erreicht hat, kannst Du in der Regel den Gang herausnehmen (je nach Geschwindigkeit).

Kurz bevor das Schiff parallel zur Anlegestelle zu liegen kommt, Steuer (Ruder) gerade stellen und mit Rückwärtsschub aufstoppen. Mit dem Steuer (Ruder) müssen Verdrehungen des Schiffes korrigiert werden.

Korrekturen:
Du schaust GERADE nach vorne über den Bug, Dein Schiff ist noch immer in Fahrt vorwärts (mit Propeller rückwärts). Verdreht sich nun das Schiff so, dass der Bug nach steuerbord geht – drehst Du das Steuerrad auch nach steuerbord, um zu gewährleisten, dass Dein Schiff parallel zur Mole bleibt. Verdreht das Schiff nach backbord, drehst Du das Steuerrad nach backbord.

Durch die Fliehkraft wir das Boot quer zum Steg getrieben.

Deine Sicht über den Bug:

Fix- oder Abdrehpunkt
Bild 1
Fix- oder Abdrehpunkt
Bild 2

Wenn Du über den Bug bzw. die Reling schaust, wirst Du in etwa dieses Bild sehen (vergleiche beide Fotos). Somit kannst du dir ein Bild machen, ob dein Abstand zur Mole der Richtige ist.

Mögliche Probleme:
Du bist zu schnell

Du siehst nicht wie dein Schiff zur Anlegestelle liegt, da Du falsch oder zu nahe am Schiff beobachtest. Auch bei diesem Manöver gilt, in die Weite blicken.

Tipp:
Der häufigste Fehler, welcher gemacht wird, ist falsches Beobachten. Meist wird die Molen-Leiter fixiert, anstatt den Blick der Mole entlang in die Ferne zu richten. Beachte ebenfalls, dass du gerade aus dem Schiff schaust.

😎 Nehme es ruhig und gelassen. Nur durch viel Übung wirst Du Meisterin oder Meister!

Zur Webseite:
http://www.jehle.ch/bootsfahrschule/

Die Bedeutung der Rückspiegel – Auto / Moto

Was verstehen wir unter der Blicksystematik?

Der Auto-, Motorrad- und Skooterfahrschüler muss an der praktischen Führerprüfung nachweisen, dass er auch den rückwärtigen Verkehr und den Verkehr seitlich von ihm im Auge hat.

Dazu dient uns die Blicksystematik!

Auto:

1. Du schaust in den Innenspiegel, um den Verkehr direkt hinter deinem Fahrzeug zu beobachten.

2. Du schaust in den Aussenspiegel, was seitlich und hinten neben dir geschieht.

3. Du schaust mit einem Seitenblick, was sich direkt neben dir – im toten Winkel befindet.

4. Nachbeobachten.

Motorrad/Skooter:

1. Du schaust in den entgegengesetzten Rückspiegel deiner Abbiegerichtung, um den Verkehr seitlich und hinten neben dir zu beobachten.

2. Du schaust in den Rückspiegel deiner Abbiegerichtung, um den Verkehr seitlich und hinten neben dir zu beobachten.

3. Du schaust mit einem Seitenblick, was sich direkt neben dir – im toten Winkel befindet.

4. Nachbeobachten.

Die beschriebene Reihenfolge ist der grundsätzliche Vorgang vor dem Überholen, Einspuren zum Abbiegen oder zum Anhalten. Merke: Bei jedem Gebrauch des Richtungs-Anzeigers (Blinker) kommt immer zuerst die umschriebene Blicksystematik. Führe diese so aus, dass dein Begleiter (Fahrlehrer/Prüfungsexperte) deine Absicht erkennt. Im Besonderen muss der SkooterPrüfling seine Absicht mit Kopfbewegungen anzeigen, dass der Experte im Begleitfahrzeug hinter dir dies sehen kann. Merke: Du möchtest etwas vom Experten, nicht der Experte von dir – also zeige, was du kannst. Dies gilt allgemein bei Prüfungen!

Im weiteren achtest du bitte darauf, dass deine Blindfahrstrecke nicht zu lange wird. Du kannst ohne Weiteres zwischen dem Beobachten in den Innenspiegel und Aussenspiegel, einen Sicherheitsblick nach vorne auf die Strasse machen.

Übe diese Reihenfolge, bis diese in Fleisch und Blut übergegangen ist, dann sind auch die Probleme an der Führerprüfung kleine, was dieses Kapitel betrifft.

Das Thema rückwärtiger Verkehr ist allerdings mit dieser Blicksystematik noch nicht abgeschlossen. Der Fahrzeugführer muss immer wissen, was sich hinter ihm abspielt. Er wird gezwungener Massen bei dichtem Verkehr mehr nach hinten sehen, als wenn er um zwei Uhr morgen alleine einer Autobahn entlang fährt.

In diesem Zusammenhang kennen wir auch die Ausdrücke Umsicht oder Nachbeobachten. Ich denke diese Ausdrücke sind selbsterklärend und brauchen keine weiteren Erläuterungen.

Was sehe ich in den Spiegeln? Das Beobachten mit den Spiegeln nach hinten bedarf einiges an Übung. Im täglichen Leben hast du einen Spiegel wohl noch nie dafür gebraucht, um in eine andere Richtung zu sehen.

1. Was für ein Fahrzeug ist hinter mir – Lastwagen, Personenwagen oder ein Motorrad.

2. Wie weit ist dieses Fahrzeug von mir entfernt, mit anderen Worten – du musst die Grösse dieses Fahrzeuges beachte. Ist dieses gross im Spiegel zu sehen = nahe bei mir oder klein = weit hinter mir.

Auto- Moto- Boot- Fahrschule Jehle Basel
i ❤️ http://Jehle.ch – Basel 🚗 🏍 🚤