Bootsfahrschule: Ausbildungsinhalt bzw. die praktische Schiffsprüfung

Die praktische Schiffsprüfung – Prüfungsanforderungen!

Die praktische Schiffsführerprüfung der Kategorie A in Basel-Stadt / Basel-Landschaft beinhaltet das Fahren auf Fliess- & stehendem Gewässer.
Langjährige Basler – Schiffsfahrschulen, welche ebenfalls Auto- und Motorradunterricht erteilen, kennen die Anforderungen, welche heute an einer Schiffsprüfung gestellt werden am besten. Diese Fahrschulen gewährleisten Dir eine gute Ausbildung. Diese vereinbaren in der Regel auch den Prüfungstermin mit dem Schifffahrtsamt BS oder BL oder dem zuständigen Experten.

Prüfungsanforderungen: Allgemein

Die praktische Prüfung kann erst nach bestandener theoretischer Prüfung abgelegt werden. An der praktischen Prüfung wird festgestellt, ob der Bewerber oder die Bewerberin ein Schiff nach den Verkehrsregeln sowie unter besonderen Umständen sicher führen kann.
Die praktische Prüfung ist auf einem Schiff jener Kategorie abzulegen, für welche der Bewerber oder die Bewerberin den Ausweis erlangen will. In unserm Fall ist dies die Kategorie A.

Prüfungsanforderungen: Seemanschaft

Gute Kenntnisse über das Prüfungsboot (Ausweis, Armaturen, Signalmittel, Ausrüstung usw.).
Was ist wo? z.B. der Anker, was ist es für ein Anker?, wie lang ist die Ankertrosse? usw.
Belegen des Schiffes an Klampe (Kopfschlag), Poller, Ring, Pfahl Setzten einer Vor- oder Achterspring.
Kenntnisse von mindestens 4 Seemannsknoten: Palstek, Mastwurf, Schotstek, Roringstek, Kopfschlag, Kreuzknoten.
Kursbestimmung auf der Seekarte (Rheinkarte).
Standortbestimmung durch Peilung.

Prüfungsanforderungen: Sicherheit an Bord

Brandbekämpfung in den Bereichen: Motorraum, Instrumente, Küche und Heizung. Feuer mit Feuerlöscher oder anderen Bordmitteln bekämpfen. Je nach Art des Brandes Brennstoffzufuhr unterbrechen, wenn möglich Motor laufen lassen. Das Rettungsmaterial ist einzusetzen, Notsignale geben und Hilfe anfordern, Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.

Gefahr von Wasser im Schiff: lenzen, stopfen, krängen, nächstgelegenen Hafen oder Ufer anlaufen. Das Rettungsmaterial ist wie zuvor beschrieben einzusetzen – Notsignale geben und Hilfe anfordern – Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.

Massnahmen bei Havarien und Kollisionen.

Maschinenausfall, im Fliessgewässer ist vielfach der Ankereinsatz die beste Rettungsmassnahme.

Schiff auf Grund setzen.

Beurteilung des Wetters und allfällig notwendiger Massnahmen.

Ankermanöver (schon erwähnt).

Verhalten bei Kollision bzw. Havarie.

Erste Hilfe.

Prüfungsanforderungen: Klarmachen des Schiffes zur Fahrt
Ablegen:

Öffnen / ventilieren des Motorenraumes (Innenbord-Motoren) bei Schiffen, die mit leichtflüchtigen Brennstoffen betrieben werden. Bei Aussenbord-Motoren entfällt diese Vorbereitung. Motor starten, bevor die Festmacher gelöst und abgelegt wird.

Fahren:

An- und Ablegemanöver Steuerbord und Backbord, voraus und rückwärts. z.B. Anlegen 90 Grad oder 45 Grad vorwärts und rückwärts.

Manövrieren auf engem Raum (Ruderlegen und Gangwechsel), auch Wenden an Ort genannt.

Bug- und Hecklandungen (z.B. in Boxe bei uns in Kahnrampe).

Befahren von Hafen- oder Steganlagen.

Bojenmanöver / Pfahlmanöver bzw. Buglandungen.

Fahren von verschiedenen Kursen und Geschwindigkeiten.

Befahren von Strecken mit der Möglichkeit eines Überhol- und Ausweichmanövers.

Rettungsmanöver Mann-über-Bord im stillen Gewässer und Fliessgewässer (Wind und Witterungsverhältnisse berücksichtigen).

Fahren nach Merkpunkten, Zielfahren z.B. in der Bergfahrt (Fliessgewässer) nach dem Durchfahren von Brückendurchfahrten.

Auf dem See (stilles Gewässer):

Mann-über-Bord: Das Rettungsmanöver hat gefahrlos, vorwärts, so speditiv als möglich und auf dem kürzesten Weg zu erfolgen; der zu Rettende muss während der ganzen Aktion beobachtet werden. Das Schiff muss stillliegen und der Motor ist vor der Bergung abzustellen (ACHTUNG: Beschreibung Fliessgewässer weiter unten beachten). Je nach Schiffsart kann der Kandidat oder die Kandidatin den Bootshaken oder andere Hilfsmittel benützen.
Das Ankermanöver wird höchstens theoretisch besprochen.

Anlegen:

Anlegemanöver wie zuvor beschrieben und Belegen des Schiffes mit verschiedenen Knoten. Bei Schiffen mit Bugstrahlern oder ähnlichen Hilfsmitteln können zusätzliche Landemanöver ohne diese Hilfsmittel verlangt werden (in der Regel wird der Motor nach dem Festmachen des Schiffes abgestellt).

Auf dem Rhein (Fliessgewässer):

An- und Ablegemanöver Steuerbord und Backbord, in Richtung Quelle also gegen die Strömung. Gegen den Strom traversieren, gieren, fähren usw. Buglandung. Mann-über-Bord: wie im Abschnitt „auf dem See“ beschrieben, nur – wird im Fliessgewässer der Motor vor der Bergung aus Sicherheitsgründen NICHT abgestellt.

Wiederholung der Prüfung:

Wer die praktische Prüfung nicht besteht, muss diese wiederholen. Die Wiederholung erstreckt sich in der Regel auf alle Manöver. Die praktische Prüfung kann frühestens nach Ablauf eines Monates wiederholt werden.

Hier gehts zur Bootsfahrschule:
http://www.jehle.ch/bootsfahrschule.html