Fähre reisst sich los und treibt den Rhein hinunter

Aus der Basler Zeitung

Basel-Stadt

Fähre reisst sich los und treibt den Rhein hinunter

Am Donnerstagabend riss das Seil der Klingentalfähre, die daraufhin unkontrolliert den Rhein hinunter trieb. Dank der Feuerwehr kamen die Passagiere mit dem Schrecken davon.

Es war ein merkwürdiges Schauspiel für die zahlreichen Menschen, die am Donnerstag am Rheinunfer zwischen Mittlerer- und Dreirosenbrücke einen der ersten Sommerabende genossen: Kurz vor 22 Uhr riss das Gierseil der Klingentalfähre bei der Überfahrt zum Kleinbasler Ufer aus bisher unbekannten Gründen. Mit elf Personen an Bord trieb die Fähre danach flussabwärts.

Unterhalb der Dreirosenbrücke gelang es der Berufsfeuerwehr, mit ihrem Löschboot die Fähre seitlich anzutäuen und in den Hafen abzuschleppen. Zunächst musste die Feuerwehr mit dem kleinen Beiboot die Fahrt der Fähre stoppen. Nachdem das Löschboot die havarierte Klingentalfähre in den Hafen abgeschleppt hatte, transportierte es die Fähri-Gäste zurück ans Grossbasler Ufer, wie das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement mitteilte.

Zu schnell durch die Strömung geglitten?

Zur Unfallur sache gibt es bisher nur Vermutungen. «Wir gehen davon aus, dass die Fähre zu rasch übergesetzt hat», sagte Markus Manz, Materialchef der «Fähri-Stiftung», am Donnerstagabend gegenüber der Tageswoche. Trotz zweier regenfreien Sonnentage weist der Rhein noch immer eine aussergewöhnlich starke Strömung auf.

Die Kollegen von Radio Basilisk haben ein Video zugespielt bekommen, in dem die ersten Momente der unfreiwilligen Fähri-Talfahrt zu sehen sind – inklusiv Leser-Kommentator. Mehr dazuhier. (jg)

Erstellt: 07.06.2013, 01:16 Uhr

Verkehrskontrolle mit Schwerpunkt Alkohol am Steuer

Gemäss PolizeiApp „Polizei Basel“ wurde am letzten Freitag, 14.12.2012 zwischen 20 und 22 Uhr auf der Mittleren Rheinbrücke eine Grosskontrolle in beiden Fahrtrichtungen durchgeführt.

Es wurden 950 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker kontrolliert. 86 Personen hatten Alkohol im Blut, sechs davon in strafbarer Menge. Sechs Lenker wurden verzeigt mit Werten über 0,5 Promille; drei davon mussten auf der Stelle den Führerausweis abgeben, da sie mit Werten von 0,83 bis 1,02 Promille unterwegs waren. Ein Lenker war nicht fähig, ins Röhrchen zu blasen oder wollte dies einfach nicht zulassen. Aufgrund seines Verhaltens wurden eine Blutprobe und eine Sicherstellung des Urins verfügt. Die Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.

Nebst Mitarbeitern der Basler Polizei standen auch Polizisten aus Frankreich und Deutschland sowie Mitarbeitende des Grenzwachtkorps im Einsatz, insgesamt gegen 50 Einsatzkräfte.

Die Polizei wird in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt und gezielt Kontrollen auf Fahren unter Alkoholeinfluss durchführen, da in der Vorweihnachtszeit viele Betriebs- und andere Festchen stattfinden, an denen kräftig gebechert wird. Sie Polizei will mit diesen Kontrollen dem Grundsatz …

Wer trinkt, fährt nicht – wer fährt, trinkt nicht …

Nachdruck verleihen.

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